Gertz, Kurt-Peter
Gertz - Für einen Augenblick verweilt das universale Licht
10 Fenster von H. Mack im ehem. Collegium Marianum Neuss
Bestell-Nr 06690
ISBN 978-3-87448-534-0
erschienen 08.03.2021
Rubrik Kunst und Kultur
Umfang 100 Seiten
Maße 14,8 x 21,0 cm
Gewicht 390 g
Einband Hardcover mit Fadenheftung
Preis 14,90 inkl. 7% MwSt
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Vorwort

Das Erzbischöfliche Collegium Marianum in Neuss wurde in den 1980er Jahren von Grund auf saniert. Abschluss und Höhepunkt dieser Maßnahme war die Gestaltung der Hauskapelle. Sie ist gleichsam das Herzstück des Hauses, denn die Bewohner des Konvikts, die aus allen Gegenden Deutschlands kamen, wollten an verschiedenen Neusser Schulen (Quirinus-Gymnasium, Erzbischöfliches Abendgymnasium und Erzbischöfliches Friedrich-Spee-Kolleg) die Hochschulreife erlangen, weil sie beabsichtigten, einen geistlichen Beruf zu ergreifen.
Der damalige Kölner Künstlerseelsorger Dr. Friedhelm Hofmann – ein ehemaliger Schüler des Marianum – machte den Vorschlag, den Zero-Künstler Heinz Mack zu bitten, einen Entwurf für die Neugestaltung der Kapelle zu machen. Nach vielen intensiven Gesprächen und Diskussionen mit dem „Lichtkünstler“ zur Theologie und Ikonographie (z. B. sollen oder müssen Adam und Eva auf dem fünften Fenster figürlich dargestellt werden?) konnte die völlig neu-gestaltete Kapelle am 8. Mai 1988 durch den damaligen Kölner Weihbischof und Diözesanadministrator Dr. Hubert Luthe feierlich eingeweiht werden.
Der Nullpunkt (Zero) in der Kunst ist das Licht. Im christlichen Glauben ist Gott selbst das Licht („Ich bin das Licht der Welt“ Joh 8,12) und die Schöpfung Gottes ist „Lichtwerdung“ („Und Gott sprach: Es werde Licht!“ Gen 1,3). Diese „Lichtwerdung“ veranschaulicht Mack vor allem in den fünf Schöpfungsfenstern der Kapelle: von der Erschaffung der Urelemente bis zur Erschaffung des Menschen.
Höhepunkt dieser „Lichtwerdung“ ist freilich die Neuschöpfung durch Tod und Auferstehung Jesu Christi, die am Altar gefeiert wird – der in der Apsis dieser Kapelle überragt wird von einem Marmorkreuz in einer Lichtaura: hinter dem Tod ist das Leben.
Kurt-Peter Gertz hat mit detaillierten Analysen, Assoziationen, ikonographischen Hinweisen und Querbezügen die Formen, Farben und Inhalte aller zehn Mack-Fenster im ehemaligen Collegium Marianum erläutert. Dabei hat er besonders die Intentionen von Mack dargelegt, ohne den Künstler theologisch oder kirchlich zu vereinnahmen. Die vielseitigen Informationen in den Texten helfen den Betrachtern der Fenster, eigene Zugänge zu finden und sich in diese schönen und aussagekräftigen Kunstwerke zu vertiefen.

Monsignore Johannes Börsch, Bergisch Gladbach

Autoren

Kurt-Peter Gertz wurde am 24. September 1942 in Wuppertal-Elberfeld geboren. Nach dem Abitur und der Bundeswehrzeit studierte er in Bonn, Freiburg und Köln katholische Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte. 1975 wurde er zum Priester geweiht und zum Dr. theol. promoviert. Von 1975 bis 1979 war er Kaplan in Düsseldorf-Oberbilk, von 1979 bis 1984 Hochschulpfarrer an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, von 1984 bis 2000 Pfarrer in der Jakobus-Gemeinde in Ratingen-Homberg und von 2000 bis 2009 Pfarrer in der Martinus-Gemeinde in Kaarst. 2009 trat er in den Ruhestand und genießt ihn in Ratingen.

Johannes Börsch wurde am 25. Dezember 1944 in Wipperfürth geboren. Nach dem Abitur 1964 am Altsprachlichen Gymnasium in Berg. Gladbach studierte er Kath. Theologie und Philosophie in Bonn und München. 1971 wurde er in Köln zum Priester geweiht und war von 1971 bis 1975 in Wipperfürth und von 1975 bis 1979 in Neuss als Kaplan tätig. 1979 bis 1992 leitete er das Erzbischöfliche Collegium Marianum in Neuss. 1992 bis 1994 war er Generalvikar des Apostolischen Administrators von Kasachstan und Mittelasien. 1994 bis 2018 war er Pfarrer am Altenberger Dom. Seit 2018 lebt und wirkt er als Subsidiar in Bensberg.
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