Hurtz, Klaus
Hurtz - Trauer ersehnt Trost
Grabeskirche St. Josef Rheydt
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Neuer Preis 1,00 Euro

Bestell-Nr 02180
erschienen 07.04.2014
Rubrik Regionalia
Umfang 32 Seiten
Maße 21,0 x 29,7 cm
Gewicht 180 g
Einband gedruckt und geklammert
Preis 1,00 inkl. 7% MwSt
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„Viel ist hingesunken uns zur Trauer und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.“ Stimmt dieses Wort von Heimito von Doderer wirklich? Auf alle Fälle ist es stimmig, insofern es unserem Gefühl entspricht. Gerade die schönen, guten, geglückten Momente scheinen schnell zu verfliegen; da hilft kein Mühen, keine Anstrengung. Dies müssen selbst Apostel erfahren, wie zum Beispiel Petrus, der auf dem Berg der Verklärung flugs drei Hütten bauen möchte, um diesem unglaublichen Augenblick Dauer zu verleihen.

Hier berühren wir ein Grundgesetz des Lebens selbst! Indem wir in der Zeit leben, in ihr wachsen, reifen und älter werden, entwickeln wir uns, und jede Entwicklung trägt in sich die Veränderung. So wusste schon Heraklit, dass wir niemals zweimal aus dem selben Fluß steigen. Leben ist Bewegung und im Fortschreiten erleben wir den Fortschritt, der immer Neues mit sich bringt. Dies muss nicht unbedingt das Bessere sein, aber es ist anderes! Was im Kleinen für das Individuum gilt, das erkennen wir auch im Großen der Menschheit. Die Zeiträume haben hier andere Dimensionen, doch auch hier wandeln sich Bedingungen und Strukturen, finden Entwicklungen und Veränderungen statt; das Bleibende ist die Veränderung!

Auch der Weg der Kirche durch die Zeit, ihre konkrete Ausprägung in der Geschichte, ist diesem Gesetz unterworfen. Vergangenes lässt sich nicht einfach konservieren, sondern immer wieder müssen angemessene Antworten auf die Veränderungen gefunden werden, denn nur so kann die Kirche im Wortsinn verantwortlich ihren Dienst an den Menschen erfüllen. So stehen wir heute vor dem Problem, dass zuviel Kirchenraum vorhanden ist; dies hat vor allem demographische Gründe: in unseren Gemeinden gibt es mehr Beerdigungen als Taufen. Den Kirchenraum sinnvoll für kommende Generationen zu nutzen, ist daher eine unerlässliche Aufgabe. Hier ist das Kolumbarium, die Grabeskirche, ein guter Ansatz, insofern eine solche Nutzung an uralte Traditionen anknüpft und fortentwickelt.

Diesen Weg will die Kirche St. Josef, MG-Rheydt, gehen, aber nicht allein, sondern in Weggemeinschaft mit Borussia Mönchengladbach. Denn bei allem Wandel und Wechsel müssen die Menschen, die vor und mit uns lebten und denen wir viel verdanken, über den Tod hinaus in Erinnerung bleiben! Dies ist Grundlage jeder Gemeinschaft, ob Verein oder Gemeinde. Wer die Toten vergisst, vergisst seine eigene Geschichte und damit sich selbst! Zudem soll diese Kirche nicht nur ein Ort der Trauer, sondern ein Ort des Trostes sein, deshalb ist sie Aufbewahrungsort einer Trost-Wort-Sammlung. Allen, die mit ihrem Wort dazu beigetragen haben und beitragen werden, sei an dieser Stelle von Herzen gedankt! In dieser Publikation wird eine kleine Auswahl zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei gilt, was einmal Ernst Jünger notierte: „Das Wort verweht, doch es bleibt, was mit ihm gemeint wurde.“

© Klaus Hurtz

Klaus Hurtz, Theologe
Geboren 1955 in Mönchengladbach-Rheydt, nach dem Zivildienst von 1976 –1984 Studium der Germanistik, Philosophie und Theologie in Köln, Bonn und Innsbruck, dort Sponsion zum Magister der Theologie. 1986 Priesterweihe in Aachen, nach Kaplanstätigkeit in Krefeld-Hüls seit 1990 Pfarrer in St. Franziskus, Mönchengladbach-Rheydt und seit 2004 auch Pfarrer in St. Marien, Mönchengladbach-Rheydt, seit 2010 Pfarrer der Pfarre St. Marien, Mönchengladbach-Rheydt mit den Gemeinden St. Franziskus, St. Josef, St. Marien. Publizistische Tätigkeit.

Inhalt

St. Josef, Rheydt, um 1905, Seite 4
Zum Geleit, Seite 5
Pietà in der Grabeskirche – Detail, Seite 6
Trauer ersehnt Trost, Seite 7
Grablegung Christi in der Grabeskirche, Seite 9
Trost-Wort-Sammlung I, Seite 10
Pietà in der Grabeskirche – Detail, Seite 24
Trost-Wort-Sammlung II, Seite 25
Maria und Christus – Detail der Grablegung, Seite 30
Verzeichnis der bisherigen Beiträge, Seite 31

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