Ebert, Nik
Ebert - Patschel
Geschichten aus dem Biotop
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Neuer Preis 5,00 Euro

Bestell-Nr 0020
ISBN 978-3-87448-296-7
erschienen 11.11.2007
Rubrik Regionalia
Umfang 120 Seiten
Maße 22,0 x 22,0 cm
Gewicht 645 g
Einband Hardcover mit Fadenheftung
Preis 5,00 inkl. 7% MwSt
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Der verspielt-versonnene Comic-Fischotter erobert seit 1995 die Herzen der Niederrheiner. Samstag ist für sie Patschel-Tag in der Rheinischen Post!

Ob im Dialog mit Enten oder schwarzen Schafen, im Disput mit Angelködern und Arbeitsameisen – der putzmuntere Kerl lernt von Woche zu Woche die Eigentümlichkeiten seiner Heimat und deren Bewohner besser kennen. Dennoch gibt es ständig neue Überraschungen. Wie sagt der Niederrheiner doch so treffend? "Et kütt wie et kütt!" Da beschließen schon mal zwei Entenküken, den Otter zu ihrer Mutter zu ernennen. Die Eintagsfliege hadert mit der Wettervorhersage für morgen, die Kreuzspinne häkelt an ihrem Inter-Netz und die Unke sagt in kurzen Intervallen den Weltuntergang voraus.

Überhaupt – die Unke! Hat der Otter längst seinen ersten (halb-)offiziellen Fan-Club, so besitzt auch sie eine eigene Fan-Gemeinde. Zu der Patschel nur bedingt gehört. Denn seitdem der jammervolle Lurch den Otter zum "einzigen Freund" geschlagen hat, fühlt sich der Gutmütige verpflichtet, zumindest ab und zu mal als Gesprächspartner zur Verfügung zu stehen. Mehr widerwillig, denn Depressionen können ganz schön ansteckend sein.

Autor Nik Ebert sagt: "Die Otter-Geschichten sollen die Menschen motivieren, eigene Beobachtungen anzustellen. In der Natur, bei sich selbst und im Mitmenschen. Wer von uns hat sich noch nie vor einer befreundeten Unke verkrochen?"
"Während die Lachmöwe (Larus ridibundus), die meist in großen Scharen und lärmend auftaucht, von fast allen Düsseldorfer Bürgern bemerkt wird, werden die weniger häufigen Arten wie Sturmmöwe (Larus canus) und Silbermöwe (Larus argentatus) oder die gar seltene Zwergmöwe (Larus minutus) nur von wenigen Menschen wahrgenommen. Seit dem 8. Juli 1995 ist das Möwenaufkommen in Düsseldorf um eine neue Art bereichert...", erläutert Dr. Hubert Heuwinkel, Leiter des Naturkundlichen Heimatmuseums Schloss Benrath.

Dort wurde er – der von Nik Ebert gezeichnete und erfundene Möwenvogel – allen Ernstes in eine der wichtigsten ornithologischen Sammlungen Europas integriert – als der Comic-Figur nachempfundenes, ausgestopftes Schauexemplar.

"Grundsätzlich", so Biologe Heuwinkel weiter, "signalisiert die Düssel-Möwe ihrer Umwelt durch ihre zur Schau gestellte schwarze Fliege eine nicht zu unterschätzende Abgehobenheit und einen Anflug von Arroganz.“

Die Düssel-Möwe steht zu ihrem Charakter. Darum hat sie längst eine ebenso selbstbewusste Fan-Gemeinde.

Am Wochenende ist "Möwen-Zeit" in der Region Düsseldorf. Dann, wenn in der Samstags-Ausgabe der Rheinischen Post die neueste Geschichte über die Düssel-Möwe zu betrachten ist. Eine Sammlung dieser kleinen Begebenheiten liegt hier in einem weiteren Schmunzelbändchen vor.

Nik Ebert lebt in Mönchengladbach. Er ist am Niederrhein aufgewachsen und von Mentalität und Landschaft fasziniert. Dieses "Schlitzohren-Biotop" hat es ihm angetan. Als gebürtiger Oberschlesier (Jahrgang 1954) ist sein Mutterwitz auch nicht von schlechten Eltern – und ging mit der linksrheinischen "Lott jonn"-Attitüde eine fruchtbare Fusion ein.

Nik errang seine Meriten in erster Linie als politischer Karikaturist. Hier gehört er längst zur Spitzengruppe der ersten Bundesliga. Täglich kommentiert er mit spitzer Feder das politische Weltgeschehen für die Rheinische Post, der er seit 1979 die Treue hält. Seine zahlreichen Arbeiten finden seit Langem bundesweite Beachtung – ein Großteil ist im Bonner "Haus der Geschichte" dokumentiert.

"Wer Humor nicht ernst nimmt, hat nichts zu lachen", definiert Nik seine professionelle Einstellung. Ob Comic oder Weltwirtschaftsgipfel – er vereinfacht nicht bloß. Er legt Wahrheiten bloß. So bloß, dass man mitunter bloß noch darüber lachen möchte. Vor allem über sich selbst!


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