Gertz, Kurt-Peter
Gertz - Pfingsten in der modernen Kunst
Erscheinungstermin 10. Mai 2019
Bestell-Nr 06670
ISBN 978-3-87448-503-6
erschienen 10.05.2019
Rubrik Kunst und Kultur
Umfang 156 Seiten
Maße 22,0 x 22,0 cm
Gewicht 750 g
Einband Hardcover mit Fadenheftung
Preis 34,90 inkl. 7% MwSt
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Wort zum Geleit

Pfingsten ist das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes. Aus ängstlich verschüchterten Menschen werden mutige und entschiedene Verkünder des Glaubens an Jesus Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen. Diese Botschaft, die so gar nicht in den religiösen Kontext der alten Zeit passt, schafft sich Bahn. – Hält sich nicht das Unangepasste durch bis in die Gegenwart? – Ihre Initialzündung ist kein menschlicher Kraftakt. Sie verdankt sich dem Heiligen Geist, seinem Wehen und Stürmen.

Vom Heiligen Geist weiß die Schrift, dass er nicht zu greifen ist, dass er weht, wo und wie er will. Mal hier, mal dort, mal nicht. Wind und Sturm sind seine ältesten Metaphern und das Feuer, das wie Zungen flammt. Er ist nicht greifbar. Er entzieht sich und ist doch da. Selbst das theriomorphe Zeichen der Taube, unter dem der Geist sichtbar wird, ist ein Wesen des Fluges und damit des Himmels und der Winde.
Wie haben sich die Künstlerinnen und Künstler diesem Thema der Unfassbarkeit gestellt? Das Bild will ja zeigen, selbst da, wo es abstrakt und bewusst die Gegenständlichkeit meidet. Wie zeigt ein Bild, was nicht zu zeigen ist? Wie lässt es sich ein auf den, der weht, wo und wann und wie er will?

In 35 eindrucksvollen Bildern von Emil Nolde über Anselm Kiefer bis zu Theresia Schüllner nähert sich Kurt Peter Gertz den Spuren, die Pfingsten und somit der Heilige Geist in der Malerei der Moderne hinterlassen hat.
Höchst unterschiedliche malerische Zugänge bieten sich dar in Komposition und Ausdruckssprache. Über die große Zeitspanne des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart wählt Kurt Peter Gertz Darstellungen aus, die einen faszinierenden Reichtum der künstlerischen Annäherung an das Pfingstereignis zeigen.

Die beigefügten Texte erschließen auf behutsame Weise den unterschiedlichen Charakter der Bilder. Kurze biographische Notizen vergegenwärtigen die Künstler und lassen sie selbst zu Wort kommen, was sie mit ihrer Kunst wollen, was sie beschäftigt und bewegt. Darauf aufbauend erschließt Kurt Peter Gertz behutsam den ikonographischen Gehalt der Bilder, um eine möglichst werknahe Deutung zu erreichen.

Den gezeigten Werken ordnet er lyrische Texte zu, die seine Annäherung an das Gezeigte weiten. Das lyrische Wort bleibt offen und lässt der Malerei das letzte Wort, das nicht mehr auszusprechen ist.

Josef Sauerborn
Autor

Kurt-Peter Gertz wurde am 24. September 1942 in Wuppertal-Elberfeld geboren. Nach dem Abitur und der Bundeswehrzeit studierte er in Bonn, Freiburg und Köln katholische Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte. 1975 wurde er zum Priester geweiht und zum Dr. theol. promoviert. Von 1975 bis 1979 war er Kaplan in Düsseldorf-Oberbilk, von 1979 bis 1984 Hochschulpfarrer an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, von 1984 bis 2000 Pfarrer in der Jakobus-Gemeinde in Ratingen-Homberg und von 2000 bis 2009 Pfarrer in der Martinus-Gemeinde in Kaarst. 2009 trat er in den Ruhestand und genießt ihn in Ratingen.

Autor des Geleitwortes

Josef Sauerborn wurde am 16. September 1948 in Groß Vernich geboren. Nach dem Abitur 1968 am Quirinus-Gymnasium in Neuss studierte er in Bonn, München und Köln katholische Theologie. 1974 wurde er zum Priester geweiht. Von 1974 bis 1977 war er Kaplan am Bonner Münster, von 1977 bis 1982 Schulpfarrer am St. Anna-Gymnasium in Wuppertal, 1982 Studentenpfarrer in Bonn, von 1983 bis 1992 Pfarrer an St. Nikolaus in Bonn, von 1992 bis 2004 Leiter der Abteilung Erwachsenenseelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat in Köln. Seit 2004 ist er Künstlerseelsorger für das Erzbistum Köln und Bischofsvikar für den Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln, Rector ecclesiae in St. Cäcilia / Museum Schnütgen, Vorsitzender der Kunstkommission und residierender Domkapitular. 2005 erfolgte die Ernennung zum Prälaten und die Wahl zum Vorsitzenden des Vereins für christliche Kunst im Erzbistum Köln und Bistum Aachen. Seit 2008 ist er zusätzlich Spiritual am Erzbischöflichen Priesterseminar und am Diakoneninstitut.



Förderung des Buchprojektes durch:

"Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V."
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