Wiener, Jürgen / Köpf, Reinhard
Wiener / Köpf - Moderne Glasmalerei Düsseldorf
Glasfenster und ihre Künstler
Das Buch ist in der 1. Juliwoche 2021 erschienen und kann über den Buchhandel oder direkt beim Verlag bezogen werden.
Bestell-Nr 04070
ISBN 978-3-87448-521-0
erschienen 01.07.2021
Rubrik Kunst und Kultur
Umfang 378 Seiten
Maße 24,0 x 24,0 cm
Gewicht 2100 g
Einband Hardcover mit Fadenheftung
Preis 79,00 inkl. 7% MwSt
Lieferstatus   Lieferbar
Das Buch

Düsseldorfs Ruf als Kunstmetropole gründet auf seiner berühmten Kunstakademie, die neben Joseph Beuys, um nur eine prominente Figur zu nennen, zahlreiche andere Protagonisten und Wegbereiter der Moderne hervorgebracht hat. Dabei wird oft auch übersehen, dass die Stadt auch auf einem anderen und bisher kaum wahrgenommenen Gebiet ein nahezu einzigartiges Renommee in Anspruch nehmen darf: Düsseldorf besitzt einen reichhaltigen Bestand an modernen Glasmalereien, die aufgrund ihrer namhaften – und in vielen Fällen direkt oder indirekt mit der Kunstakademie verbundenen – Künstler und ihres Innovationspotentials wegen zu den weltweiten Spitzenleistungen der vergangenen einhundert Jahre auf diesem Gebiet zu zählen sind.
Diesen besonderen Schatz zu heben und ihn einem breiteren Publikum erstmals systematisch näherzubringen, setzt sich unser Buch „Moderne Glasmalerei in Düsseldorf“ zum Ziel. Zusammen mit Studierenden des Instituts für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben wir über ein Jahr lang unter dem an unserem Institut bereits etablierten Format „Studenten forschen“ Kirchen und andere Orte moderner Glasmalerei in Düsseldorf und seiner näheren Umgebung besucht, um nun unsere Ergebnisse vorzulegen.
Die Begeisterung, mit der die Studierenden bei der Arbeit waren, zeugt davon, dass unser Institut mit seiner inzwischen in vielen Seminaren erprobten Strategie einer besonders praxisnahen Ausbildung weiterhin auf dem richtigen Weg ist, Studierenden schon frühzeitig möglichst vielfältige (berufliche) Perspektiven zu eröffnen. Für das Engagement unserer Studierenden möchten wir uns, gerade in dieser schwierigen Zeit, zuallererst bedanken!
Das Buch wäre nicht zustande gekommen ohne die mannigfaltige Hilfe, die uns von anderer Seite noch zuteilwurde. Ohne die großzügige Unterstützung der Stadt Düsseldorf, der Anton-Betz-Stiftung der Rheinischen Post e.V., der Erzdiözese Köln, der Philosophischen Fakultät und dem Freundeskreis des Instituts für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität, dem Landschaftsverband Rheinland und dem Verein Ausstellungshaus für Christliche Kunst in München, wäre die Realisierung nicht möglich gewesen. Ihnen allen gebührt unser aufrichtiger Dank. Aber auch die immaterielle Unterstützung war für das Gelingen unabdingbar. Wir danken den Glasmalereiwerkstätten Dr. Heinrich Oidtmann in Linnich und Wilhelm Derix in Kaiserswerth, namentlich Elisabeth Derix, für wichtige Informationen aus ihren Firmenarchiven. Wir danken allen Kirchengemeinden, Schulen und Ämtern, die uns ihre Türen vor und auch während der Corona-Pandemie unter entsprechenden Bedingungen geöffnet haben. Viele Erben und Verwandte der Glasmaler sowie zahlreiche ehrenamtliche Gemeindemitglieder haben uns wertvolle Informationen zukommen lassen und wir danken für ihre Erlaubnis, die Werke in ihrem Kontext abbilden zu dürfen.
Ein besonderer Dank gilt der Familie Jansen-Winkeln von der Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e. V. in Mönchengladbach, von deren Wissen wir so sehr profitiert haben, dass wir es nicht im Einzelnen aufzählen können. Unterstützung haben wir auch erfahren durch die Künstler Thierry Boissel, Siegfried Neuenhausen und Anja Quaschinski. Dem B. Kühlen Verlag in Mönchengladbach und seinem Verleger Norbert Neuenhofer, sei unser herzlicher Dank ausgesprochen. Er zeigte sich von Anfang an mehr als interessiert, dieses Projekt mit uns zu wagen. Last but not least gilt ein ganz besonderer Dank Julie Laval und Malin Manz, die uns bei der redaktionellen Arbeit unterstützen haben und bei über 80 Künstlern und über 150 mit Glasmalerei ausgezeichneten Gebäuden nie den Überblick verloren haben.

© Reinhard Köpf und Jürgen Wiener

Herausgeber und Autoren

Prof. Dr. Jürgen Wiener (Hrsg.),
geboren 1959 in Rothausen, 1979-82 Schreinerlehre und Zivildienst, 1982-1989 Studium der Kunstgeschichte, Archäologie, Volkskunde und Geschichte an der Universität Würzburg (Dissertation über "Die Bauskulptur von San Francesco in Assisi"), 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Heinrich-Heine-Universität in düsseldorf, seit 1991 Akademischer Rat (seit 2004 Akademischer Direktor), 2000/2001 Mitarbeit an der Konzeption des Gartenkunstmuseums "Stiftung Schloss und Parl Benrath", Juni 2002 Habilitation: "Lorenzo Maitani und der Dom von Orvieto", seit Dezember 2002 Mitglied des "Forschungsinstituts für Mittelalter und Renaissance" (FIMUR) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, April 2003-September 2004 Vertretung des Lehrstuhls für neuere Kunstgeschichte der Universität zu Köln, seit Herbst 2003 Teilbereichsleiter "Architektur" der Enzyklopädie der Neuzeit, seit 2005 Mitarbeit an dem Konzept und Durchführung des Drittmittelprojekts "Art Research" zu Künstlerbiographien von 1960 bis heute, Mitarbeit an dem Forschungsprojekt "Produktion und Materialität", Mai 2007 Ernennung zum Professor, seit Anfang 2009 Komiteemitglied der Niederrhein-Akademie/Academie Nederrijn, Dezember 2009 Vorstandsmitglied des "Arbeitskreises für die interdisziplinäre Erforschung der Moderne im Rheinland" mit Institut an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, zahlreiche Publikationen v.a. zur Architekturgeschichte.

Dr. Reinhard Köpf (Hrsg.),
geboren 1977 in Fürth/Bay., Studium der Fächer Kunstgeschichte, Denkmalpflege, Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit sowie Romanistik in Bamberg. 2017 Promotion an der Ruhr-Universität Bochum bei Prof. Dr. Ulrich Rehm und Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Kurmann mit einer Arbeit zur skulpturalen Ausstattung von mittelalterlichen Lettnern und Chorschranken. Von 2004-2006 Mitarbeiter der Abteilung "Kunstinventarisierung" des Erzbistums Paderborn; 2006-2008 Volontariat am Museum Schnütgen in Köln; ab 2009-2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sachverständigenbüro für Kunst & Denkmalpflege von Dr. Ivo Rauch in Koblenz (Gutachtertätigkeit Glasrestaurierung, Inventarisierung). Seit 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität mit einem Habilitationsprojekt zur modernen Glasmalerei.

Dr. Jasmin Grande,
geboren 1978 in Bremen, Studium der Germanistik und Anglistik in Düsseldorf und Cambridge. Promotion in Düsseldorf 2010 über die Wissenschaftstheorie des Phantastischen. Derzeit stellvertretende Leiterin des Instituts „Moderne im Rheinland" an der Heinrich-Heine-Universität, Mitarbeiterin am Institut für Kunst-geschichte der Heinrich-Heine-Universität, Koordinatorin des Forschungsschwer-punkts zur „Bonner Republik", Arbeit an der Habilitation zur regionalen Kultur-geschichtsschreibung und am Projekt #glasgalaxien.