Immendorff, Jörg
Immendorff - Wenn das Bild zum Berg kommt

Bestell-Nr 0300
ISBN 978-3-87448-245-5
erschienen 01.03.2005
Rubrik Kunst und Kultur
Maße 29,8 x 23,0 cm
Gewicht 1250 g
Einband Hardcover mit Fadenheftung
Preis 24,80 inkl. 7% MwSt
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„Wenn das Bild zum Berg kommt...“ so lautet der Titel zu der retrospektiven Ausstellung zum Werk des Düsseldorfer Malers, Grafikers, Bildhauers und Bühnenbildners Jörg Immendorff, die in der Volksrepublik China stattfand. Äußerer Anlass der Ausstellungen in Beijing (Peking) und Shanghai war der 30. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China.

Die Ausstellung präsentierte Werke aus rund vier Jahrzehnten, darunter so berühmte Bilder wie „Fruchtmann“ (1965), „Section de merde allemande (sentimental)“ (1990) und „Surrealistisches Tribunal I“ (1998), die Serie „Die Lidlstadt nimmt Gestalt an“ (1968) oder Arbeiten aus der Serie der Baby-Bilder (60er Jahre). Ihre Aufnahme in der chinesischen Öffentlichkeit war überwältigend. „Immendorffs Kunst zeigt den chinesischen Betrachtern ein wichtiges Stück deutscher Gegenwartskultur. Sie öffnet gleichzeitig den Blick auf einen Künstler, der sich immer der Auseinandersetzung mit den Realitäten des Lebens gewidmet hat“, schreibt Bundeskanzler Gerhard Schröder in seinem Katalog-Grußwort.

Der 152 Seiten starke Katalog enthält neben biografischen Angaben zum Künstler einen Essay von Tilman Spengler. Der studierte Sinologe und Schriftsteller war ein Freund des Künstlers. In 20 teils kurzen, nicht einmal halbseitigen Miniaturen entwirft Spengler ein privates, fast schon intimes schriftstellerisches Porträt des Künstlers.

Jörg Immendorff – Biografie

1945 Geboren am 14. Juni in Bleckede.
1963-64 Drei Semester Bühnenkunst bei Theo Otto an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf.
1964 Aufnahme in die Klasse von Joseph Beuys an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf.
1965-66 Verschiedene Aktionen und Manifestationen an der Kunstakademie.
1968-70 "Lidl" Aktivitäten in Düsseldorf und in anderen Städten des In- und Auslandes.
1968-80 Kunsterzieher an der Hauptschule in Düsseldorf.
1976 Erste Begegnung mit dem in Dresden lebenden Künstler A. R. Penck.
1977 Am 1. Mai zweites Zusammentreffen mit Penck in Berlin (DDR). Schließt mit Penck ein Aktionsbündnis, in der Folge entstehen verschiedene gemeinsame Aktivitäten und Ausstellungen. Beginn der Bildserie „Cafe Deutschland".
1979 Besuch bei Penck in Dresden. Seit Ende der 70er Jahre Mitarbeit in der Grünen/Bunten-Bewegung, Initiative „Bunte Liste Düsseldorf".
1981 Gastprofessor an der Kongsthökolan in Stockholm.
1984 Eröffnung von „Cafe Paloma" in St. Pauli, Hamburg.
1985 Schafft die große Hans-Albers Figur für Hamburg, Einzelausstellung in St. Etienne, Maison de la Culture.
1986 Bühnenbild und Kostüme zu „Elektra", Oper von Richard Strauß, am Bremer Stadttheater.
1987 Wirkt am phantastischen Rummelplatz „Luna Luna" von Andre Heller. 2. Preis für Wandbildentwurf für Wandelhalle der Frankfurter Paulskirche. 1989 Professor an der Städelschule in Frankfurt.
1990-91 Beginn der Bildserie „Cafe de Flore".
1993 Beginn der Bildserie „The Rakes Progress".
1994-95 Bühnenbild und Kostüme zu „The Rakes Progress" für die Festspiele in Salzburg.
1996 Professur an der Kunstakademie in Düsseldorf. Retrospektive im Kunstmuseum in Wolfsburg.
1997 Als erster europäischer Künstler den „Marco Preis" erhalten.
1998 Große Ausstellung in München, Warschau und in der Bonner Kunsthalle.
2001 Ausstellung im Staatlichen Russischen Museum von St. Petersburg, Russland.
2002 Ausstellung im Millennium Monument in Beijing und im City Planning Museum in Shanghai, anlässlich der 30jährigen, diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China.
2002 Bühnenbild und Kostüme zu „Die Nase“ Oper von Schostakowitsch für die Staatsoper unter den Linden in Berlin.
2007 Verstorben am 28. Mai in Düsseldorf.

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