Oellers, Adam C.
ARTCO Kunstagentur
Aufbruch im Westen


Bestell-Nr 0602
ISBN 978-3-87448-270-7
erschienen 15.09.2006
Rubrik Kunst und Kultur
Umfang 132 Seiten
Maße 21,0 x 23,0 cm
Gewicht 680 g
Einband Taschenbuch(Paperback)
Preis 24,90 inkl. 7% MwSt
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Joachim Melchers ·
Adam C. Oellers (Hrsg.) –
Aufbruch im Westen –
Die informelle Malerei
der 50er und 60er Jahre
in der Region Maas/Rhein –
Katalogbuch
Karl Fred Dahmen, Karl Otto Götz, Herbert Kaufmann, Fritz Martin, Hanns Pastor, Raoul Ubac, Hubert Werden
132 Seiten
farbige Abb.

Nach dem Krieg war die Moderne in Deutschland vor allem auf das Engagement Einzelner angewiesen, welche eigene Kontakt- und Vermittlungsmöglichkeiten zum Ausland besaßen. Es waren vor allem die eng befreundeten Maler Karl Fred Dahmen und Karl Otto Götz, die schon frühzeitig in Paris enge Kontakte mit gleichgesinnten französischen Künstlern und Galeristen aufgenommen hatten. Die hieraus erwachsenen "deutsch-französischen Gemeinschaftsausstellungen junger Künstler" im Aachener Suermondt-Museum sind Meilensteine für die Ausbreitung der neuen Kunst des Westens und frühe Zeichensetzungen für eine wiedergewonnene kulturelle Freundschaft zwischen ehemals verfeindeten Nationen. Aus diesen ersten Verbindungen heraus bildete sich im Aachener Raum eine engagierte junge Künstlergemeinschaft, deren Mitglieder selbst wiederum ihre Kontakte nach Paris und zum Rheinland intensivierten. Nicht zu vergessen bleibt ein künstlerischer Grenzgänger von der anderen Seite, der in Malmedy aufgewachsene Raoul Ubac (Rolf Ubach) der enge Freundschaften und einen künstlerischen Austausch mit den Aachenern pflegte.

Künstlerisch gesehen fand –- bei aller Internationalität der neuen Sprache Kunst – in den Werken der hier vorgestellten Maler allmählich eine eigenständige Herausbildung statt, welche eher dem zeitgenössischen deutschen Informel als der farbenreichen "peinture" der Franzosen zuzuordnen ist. Ihre innovativen Arbeiten suchten den traditionellen Formenkanon aufzuheben, um zu neuen, gestisch-bewegten Gestaltungen zu kommen, welche sich von der Einansichtigkeit des Gegenstandes lösen wollten und welche die Komplexität unseres Wahrnehmens, unserer Bewegungen und unserer vielschichtig überlagerten Vorstellungsbilder in einer unmittelbaren, spontanen Entäußerung ins Bild übersetzen wollten.

Das Begleitbuch zur Ausstellungstournee fasst diese Malergruppe erstmals in einer größeren Publikation zusammen, stellt ihre Werke und Biografien in einen kunsthistorischen Zeitbezug und dokumentiert ebenso die Verbindungslinien dieser Region mit dem westlichen Ausland.

Dr. Adam C. Oellers, Herausgeber

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