Jüsten-Mertens, Margrit - Dederichs, Michael
Jüsten-Mertens/Dederichs - Wandlungen
Vom Hochbunker am Handweiser zur Kirche St. Sakrament
Bestell-Nr 03550
ISBN 978-3-87448-516-6
erschienen 12.03.2020
Rubrik Gesellschaft
Umfang 92 Seiten
Maße 21,0 x 26,0 cm
Gewicht 610 g
Einband Hardcover mit Fadenheftung
Preis 19,80 inkl. 5% MwSt
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Auf einem Grundstück, das für den Bau einer Kirche vorgesehen war, entstand 1940 am Handweiser in Düsseldorf-Heerdt ein Hochbunker, der im Zweiten Weltkrieg vielen Menschen Zuflucht bot. Nach dem Krieg erfolgte auf Initiative des tatkräftigen Pfarrers Dr. Carl Klinkhammer der Umbau des Bunkers zur katholischen Kirche St. Sakrament, die fast 70 Jahre das Zentrum einer sehr lebendigen Gemeinde war. 2015 wurde die sogenannte Bunkerkirche der koptisch-orthodoxen Gemeinde übertragen. Menschen, die aus ihrer Heimat vor Krieg und Terror flüchten mussten, haben hier einen Ort für den Gottesdienst gefunden.

Die Geschichte von Heerdt, der Bau des Bunkers, seine Umwandlung zur Kirche St. Sakrament, die Ausstattung der Bunkerkirche, aber auch ein Überblick über kulturelle Veranstaltungen, die dort stattgefunden haben und einen Ausblick auf die Zukunft als koptisch-orthodoxe Kirche St. Maria, sind in diesem Buch dokumentiert. Die Bunkerkirche ist ein Bauwerk, das viele Wandlungen erfahren hat.

Konzeption und Redaktion

Margrit Jüsten-Mertens, Kunsthistorikerin, verantwortete von 1989 bis 2017 Redaktion und Layout aller Publikationen des Fördervereins Romanische Kirchen Köln e.V.
"Die Konzeption eines Buchs, das die zahleichen Facetten dieses ungewöhnlichen Kirchenbaus darstellt, war mir ein besonderes Anliegen. Der Bau hat eine bewegende Geschichte und mit Sicherheit eine spannende Zukunft."

Autorinnen/Autoren

Ulrike Bornewasser, Lehrerin im Ruhestand, Mitglied der „Initiative Friedensort Bunkerkirche“ seit 2007 und deren Sprecherin von 2014 bis 2017, kuratierte in dieser Zeit zahlreiche der dort stattfindenden Ausstellungen.
"Es war mir ein besonderes Anliegen, die Originalräume aus dem Zweiten Weltkrieg durch Kunstausstellungen mit einem besonderen Bezug zu diesem Ort sowie Dokumentationen wie bei der Auschwitz-Ausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und sie dadurch gleichzeitig als Mahnmal einer leidvollen Vergangenheit zu erhalten. Durch die Übereignung der Kirche an die koptische Gemeinde sah ich meine Aufgabe und die der Initiative als erfüllt an und wir konnten unser Anliegen in neue Hände übergeben."

Pfarrer Michael Dederichs, stellv. Stadtdechant von Düsseldorf
"Als ehemals für die Bunkerkirche zuständiger Pfarrer und Mitinitiator der Übertragung der Bunkerkirche an die koptische Gemeinde habe ich ein lebhaftes Interesse daran, die Erinnerung an die wechselhafte Geschichte der Bunkerkirche nicht in Vergessenheit geraten zu lassen."

Dr. med. Christian Gerges, Oberarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie am EVK Düsseldorf, Sprecher der koptisch-orthodoxen St. Maria Gemeinde Düsseldorf
"Der Bunker war schon immer ein Zufluchtsort für Menschen in Not. Damals im Zweiten Weltkrieg und heute für verfolgte koptische Christen aus dem Nahen Osten. Es lag mir am Herzen die Geschichte dieses besonderen Ortes, der trotz aller Wandlung nie seine Bestimmung verloren hat, für die Nachwelt mit fest zu halten."

Dr. Bruno Kammann, Gymnasiallehrer im Ruhestand
"Die Beschäftigung mit der Biografie über Dr. Carl Klinkhammer führte logischerweise auch zum Heerdter Bunker, der von ihm in eine Kirche umgewandelt wurde. Für „Rheinische Kunststätten“ Heft 443, 2000 – schilderte ich den Prozess des Umbaus und die neue Ausstattung der Bunkerkirche nach der Restaurierung. Zehn Jahre lang veranstaltete die „Initiative Friedensort Bunkerkirche“ im Geiste Carl Klinkhammers kulturelle Darbietungen und Aktionen, die ich mitbetreut habe. Besonders lagen mir die Führungen vieler Einzelbesucher und Gruppen aus der ganzen Region um Düsseldorf am Herzen, bei denen ich gerade die einmalige Bunkerkirche und ihre Geschichte ins Bewusstsein heben konnte."

Stefan Lewejohann, Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität zu Köln, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kölnischen Stadtmuseum.
"Als Mitherausgeber der Fachzeitschrift Geschichte in Köln habe ich zahlreiche Titel zur Kölner Stadt- und rheinischen Landesgeschichte verfasst – dabei blicke ich als Kölner gerne auch einmal nach Düsseldorf."

Dr. Monika Schmelzer, Kunsthistorikerin, Päd. Mitarbeiterin Katholisches Bildungswerk Köln
"Ich habe eine Leidenschaft für moderne Kirchen – sie sind Zeichen für die Suche nach zeitgenössischem Ausdruck von Kirche und Gottesdienst. Die Bunkerkirche entstand auch durch die Leidenschaft ihres Pfarrers und erzählt ganz viel Geschichte – da war es eine sehr große Freude, an diesem Buch mitarbeiten zu dürfen."

Dr. Norbert Schloßmacher, Historiker und Archivar, Leiter des Stadtarchivs und der Stadthistorischen Bibliothek der Stadt Bonn
"Der Handweiser ist ein Teil von Heerdt und damit für mich ein Stück Heimat, wenngleich ich als Kind dort nicht spielen sollte. Zu sehr waren die Erinnerungen der Eltern und Großeltern von den dortigen schwierigen Verhältnissen während der Zwischenkriegszeit geprägt. Es war eine Herausforderung den ungeheuren Wandel dieses Gebietes innerhalb weniger Jahrzehnte nachzuspüren und aufzuschreiben."

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